Soul & Pop Legenden

R.I.P. Michael Henderson

(19. Juli 2022) Er war eine „doppelte Bedrohung“: ein Soulsänger der Superlative, der mit „You Are My Starship“ und mehr die Charts zum Leuchten brachte, und einer der großen R&B-Bassisten unserer Zeit. Heute Abend sind wir traurig, den Tod von Michael Henderson im Alter von 71 Jahren zu melden. Henderson war letzten Monat wegen einer unbekannten Krankheit in das Emory University Hospital in Atlanta eingeliefert worden und erholte sich nie. Hendersons bemerkenswerte Karriere begann ausschließlich als Musiker. Stevie Wonder traf ihn in Chicago und war fasziniert von dem tiefen Klang seiner Bassgitarre. Er engagierte Henderson, um mit ihm auf Tour zu gehen, und der junge Bassgitarrist war auf dem Weg. Die Bekanntheit der Wonder-Tour erregte die Aufmerksamkeit der Jazzlegende Miles Davis auf Henderson, was dazu führte, dass Henderson auf mehreren der am meisten verehrten Fusion-Alben von Davis in den 70er Jahren spielte. Henderson wurde zu einem sehr gefragten Musiker und spielte weiterhin mit namhaften Künstlern wie Marvin Gaye, Aretha Franklin und Doctor John. Aber den meisten Fans der Soulmusik ist Henderson als beliebter Soulsänger bekannt, der allein, als Duettpartner mit Phyllis Hyman und Jean Carn und als Gastsänger mit Norman Connors die Charts anführte. Hendersons Gesang auf Connors‘ „You Are My Starship“ schuf eine der am meisten verehrten Soulmusik-Balladen aller Zeiten, und seine verlockenden Duette mit Carn („Valentine Love“) und Hyman („Can’t We Fall In Love Again“) sind leise Sturmklammern. Henderson erzielte auch als Solokünstler große Hits. Das Midtempo „Take Me I’m Yours“ war 1978 ein Top-5-Hit, und das noch größere „Wide Receiver“ überzeugte R&B-Fans von seiner Funk-Referenz. Nach acht Alben und fast einem Dutzend R&B-Hits hörte Henderson Ende der 1980er Jahre mit der Aufnahme auf, aber seine Songs lebten weiter, von denen viele in den nächsten drei Jahrzehnten von anderen Künstlern gecovert oder gesampelt wurden. Henderson trat nach seiner Kaiserzeit als Aufnahmekünstler weiterhin regelmäßig sowohl alleine als auch zur Unterstützung anderer Künstler auf, und seine Legende sowohl als bahnbrechender Bassist als auch als gefühlvoller Sänger wuchs nur mit den Jahren. Wir sind gesegnet, einen Schatz seiner Musik auf Platte zu haben, aber wir werden den Mann sehr vermissen. Von Chris Rizik

The-Delfonics-Sänger William „Poogie“ Hart ist tot

16.07.2022

Der Sänger von The Delfonics, William „Poogie“ Hart, ist mit 77 Jahren gestorben. Die Todesumstände wurden ebenfalls bekannt gegeben.

Die Musikwelt trauert um einen ihrer talentierten Sänger: William „Poogie“ Hart, Mitbegründer und Sänger der Soulband The Delfonics, ist tot. Der Musiker starb am 14. Juli im Alter von 77 Jahren in Philadelphia. Das hat sein Sohn Hadi dem US-Promiportal „TMZ“ bestätigt.



Demnach sei Hart nach Atembeschwerden in ein Krankenhaus gebracht und dort operiert worden. Während des Eingriffs sei es jedoch zu Komplikationen gekommen. Hart starb an den Folgen der Operation.

Seine größten Erfolge

William Hart kam 1945 in Washington, D.C. zur Welt und begann in den Sechzigerjahren mit seinem Bruder Wilbert Hart eine Band namens The Orphonics zu gründen. Die Gruppe wurde später in The Delfonics umbenannt. Neben den beiden Hart-Brüdern gehörten auch Randy Cain und Major Harris zu der Soulband, die bis heute als wichtiger Vertreter des Phillysounds gilt-

Zu ihren bekanntesten Songtiteln gehören etwa „La-La (Means I Love You)“ und „Didn’t I Blow Your Mind This Time“. Letzterer wurde Anfang der Siebziger zum Hit und mit einem Grammy ausgezeichnet. Beide Lieder sind außerdem in Quentin Tarantinos Krimifilm „Jackie Brown“ zu hören.

The Supremes: Mary Wilson ist tot

Mit dem Trio The Supremes landete sie zwölf Nummer-eins-Hits in den USA: Mary Wilson ist im Alter von 76 Jahren gestorben. 9. Februar 2021, 10:58 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE

The Supremes: Mary Wilson bei einem Konzert im Jahr 2010
Mary Wilson bei einem Konzert im Jahr 2010 © Noel Vasquez/​Getty Images

Die Soulsängerin Mary Wilson – Gründungsmitglied des Trios The Supremes und eine der erfolgreichsten US-Musikerinnen der Sechzigerjahre – ist tot. Sie starb am Montag im Alter von 76 Jahren in ihrem Zuhause in Las Vegas, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf Wilsons PR-Agenten Jay Schwartz berichteten.

Die am 6. März 1944 im US-Bundesstaat Mississippi geborene Wilson hatte zusammen mit Diana Ross und Florence Ballard 1959 zunächst The Primettes gegründet, die sich wenig später in The Supremes umbenannten. Die Sängerin blieb der Vokalgruppe als einzige bis zur Auflösung 1977 treu. 1979 brachte Wilson ein Soloalbum heraus und wurde 1988 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Zwischen 1964 und 1969 landeten The Supremes insgesamt zwölf Nummer-eins-Hits in den USA – fast so viele wie die Beatles. Das Trio gilt als wichtigste sogenannte Girlgroup der US-Soulmusik und als weibliches Aushängeschild des schwarzen Musiklabels Motown.

Dessen langjähriger Chef Berry Gordy teilte mit, er sei „extrem geschockt und traurig, vom Tod eines wichtigen Mitglieds der Motown-Familie zu hören“. Wilson sei neben Ross selbst ein echter Star gewesen und habe das Vermächtnis der Supremes über die Jahre mit viel Arbeit vorangebracht.

NEW YORK – OCTOBER 02: Mary Wilson performs at Feinstein’s on October 2, 2009 in New York City. (Photo by Bobby Bank/WireImage)